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11.12.2025
08:04 Uhr
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Die neue US-Sicherheitsstrategie lässt Beobachter und Politiker schaudern. Doch es gibt Anlass, zu bezweifeln, ob Trumps Politik Europa wirklich gefährlich werden kann.

Der "Bruch Amerikas mit Europa" erwischt Friedrich Merz an einem Tag, an dem er eigentlich anderes zu tun hat: Am Freitag, 5. Dezember, wird im Bundestag über die Rentenreform abgestimmt, gegen die jüngere Unionsabgeordnete über Wochen mobilisiert hatten. Auch Donald Trump beschäftigt an dem Tag schon wieder Neues: Er lässt sich in Washington den ersten Fifa-Friedenspreis verleihen (oder besser gesagt: aushändigen, er hängt sich die Medaille des Weltfußballverbands selbst um). Das Dokument, das Angela Merkels früheren Sicherheitsberater Christoph Heusgen später dazu veranlasst, den "Bruch Amerikas mit Europa" zu proklamieren, steht da schon ein paar Stunden auf der Website des Weißen Hauses. Hochgeladen wurde das 33 Seiten lange PDF irgendwann in der Nacht zu Freitag – ohne Ankündigung, ohne großes Medien-Trara. Mitarbeiter amerikanischer Denkfabriken, die schon länger darauf warten, gehören zu den Ersten, die es bemerken und kommentieren: Da ist Sprengstoff drin.